Dave Mason (* 10. Mai 1946 in Worcester, England) ist ein britischer Musiker (Gitarre, Bass, Sitar, Mellotron, Gesang).
1960 begann er als Gitarrist bei den Lokalbands Jaguars und Opus To Spring. 1962 und 1963 spielte er bei den Hellions, 1964 und 1965 folgten die Revolutions. 1966 wurde er dann Roadie für die
Spencer Davis Group. Dabei lernte er Chris Blackwell von Island Records kennen, durch den er 1967 einen Platz bei
Traffic bekam. Für Traffic steuerte er verschiedene Eigen-Kompositionen bei, unter anderem
Hole In My Shoe. Ende 1967 kam es jedoch zu Meinungsverschiedenheiten zwischen Mason und
Steve Winwood über die musikalische Ausrichtung von Traffic, weshalb er die Band verließ.
1968 produzierte Mason das Debüt-Album
Music in a Doll's House von
Roger Chapmans Band
Family. Im März desselben Jahres schloss er sich erneut Traffic an, In diese Zeit fällt seine bekannteste für Traffic geschriebene Komposition
Feelin' Allright, welche jedoch erst in der exzellenten, durch den Rock-Pianisten Chris Stainton arrangierten Cover-Version von
Joe Cocker zu einem Top-Hit wurde. Im Herbst trennte sich Mason wieder von Traffic. Er veröffentlichte seine erste Solo-Single
Just for You/Little Woman und fungierte als Gastmusiker bei der aufwändigen Produktion des bahnbrechenden Albums
Electric Ladyland von
Jimi Hendrix.
Nach dem kurzlebigen Projekt "Mason, Capaldi, Wood and Frog" übersiedelte Mason 1969 in die USA, wo er unter anderem mit Derek and the Dominos,
Cass Elliot,
Joe Cocker,
David Crosby, Graham Nash und
Leon Russell spielte. Außerdem lernte er
Delaney & Bonnie kennen, zu deren Begleitband Friends er eine Zeit lang gehörte und für die er
Only You Know And I Know schrieb.
1970 unterschrieb er einen Plattenvertrag mit Blue Thumb Records, wo er noch im gleichen Jahr sein Solo-Debüt
Alone Together veröffentlichte. Mit Cass Elliot nahm er 1971 die Platte
Dave Mason & Cass Elliot auf, die aber floppte. Außerdem beteiligte er sich an
Welcome to the Canteen von Traffic und
All Things Must Pass von
George Harrison.
1972 stellte er sich eine Begleitband aus Lonnie Turner (Bass), Mark Jordan (Keyboard), Felix Falcon (Perkussion) und Rick Jaeger (Schlagzeug) zusammen, mit der er das Album
Headkeeper aufnahm. Auf der Platte verband Mason Elemente aus Gospel, Folk, Country und Rhythm and Blues. Nach
Dave Mason Is Alive (1973) kam es zu Meinungsverschiedenheiten mit Blue Thumb Records. Mit Hilfe von Clive Davis kam er sowohl von dem Label als auch von den damit verbundenen juristischen Schwierigkeiten los.
Im selben Jahr unterschrieb er bei Columbia Records und veröffentlichte im Dezember
It's Like You Never Left mit Gaststars wie Graham Nash und
Stevie Wonder, das sehr gute Kritiken bekam.
Es folgten die Alben
Dave Mason (1974),
Split Coconut (1975),
Certified Love (1976),
Let It Flow (1977),
Mariposa de Oro (1978) und
Old Crest on a New Wave (1980), sowie die Singles
We Just Disagree,
Let It Go, Let It Flow und
Will You Love Me Tomorrow. Ab
Let It Flow, auf dem auch
Stephen Stills als Gaststar spielte, begann er jedoch Streicher einzusetzen, wodurch die Kritiken merklich schlechter wurden.
Mason arbeitete nebenbei auch als Studiomusiker, zum Beispiel für
Paul McCartney,
Phoebe Snow, Graham Nash, Bobby Keys und
David Blue. Außerdem war er in einer Werbung für Miller-Bier zu hören.
Das 87er-Album
Two Hearts, auf dem er von Phoebe Snow und Steve Winwood unterstützt wurde, gelangte überhaupt nicht mehr in die Charts.
Im Herbst 1993 schloss er sich
Fleetwood Mac an, auf deren 95er-Produktion
Time er mitspielte. Später gründete er eine eigene Band mit Rich Campbell (Bass) von
Three Dog Night, Bobby Scumaci (Keyboard) und Frank Reina (Schlagzeug). Er spielte als Gast bei
Buddy Guy,
Blood, Sweat & Tears und
Poco und tourte 1998 mit
Jim Capaldi.